Ob ein virtueller Rundgang überzeugt, entscheidet sich beim Fotografieren. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keine Fotoausbildung. Mit ein paar Handgriffen werden deine 360-Grad-Fotos hell, gerade und angenehm anzusehen. Hier ist unsere Checkliste.
Vor dem Termin
- Sauber und aufgeräumt. Ein 360-Grad-Foto zeigt jede Ecke, auch die, die man auf normalen Fotos wegschneidet. Böden, Arbeitsflächen und Spiegel sauber, Kabel und Wäsche weg. Persönliches ebenso: Familienfotos, Post, Namensschilder, Medikamente, Kosmetik im Bad.
- Tageslicht einplanen. Fotografiere, wenn es draußen hell ist.
- Kamera vorbereiten. Akku voll, Speicher frei, App mit dem Handy verbunden.
- Stativ mitnehmen. Ohne Stativ werden die Fotos selten gerade, und in jedem Raum steht die Kamera anders hoch.
In jedem Raum
- Alle Türen offen. Geschlossene Türen wirken im Rundgang wie Sackgassen. Offene Türen zeigen, wie die Räume zusammenhängen.
- Alle Lichter an, Vorhänge auf. Auch tagsüber. Dunkle Ecken fallen im Panorama stärker auf als auf einem normalen Foto.
- HDR einschalten. Die Kamera macht mehrere Belichtungen und setzt sie zusammen. So brennen helle Fenster nicht aus und dunkle Ecken bleiben erkennbar.
- Weißabgleich auf Automatik. Stell ihn nicht von Hand ein. Die Kamera passt die Farben selbst an Tageslicht und Lampen an.
- Stativ in die Raummitte. Eine zentrale Position lässt den Raum ausgewogen wirken, und keine Wand rückt zu nah.
- Abstand zu Möbeln. Stell die Kamera nicht zu nah an Tische, Sessel oder andere Gegenstände. Was knapp neben der Kamera steht, wirkt im Panorama verzerrt, und an den Nahtstellen der beiden Objektive entstehen leicht sichtbare Fehler.
- Richtige Höhe. Stativ auf ca. 1,50 Meter, ungefähr auf Augenhöhe. In jedem Raum gleich hoch, dann fühlt sich der Rundgang wie Gehen an.
- Gerade ausrichten. Ein schiefes Panorama fällt sofort auf. Viele Stative haben eine kleine Wasserwaage.
- Raus aus dem Bild. Löse per App aus, während du im Nebenraum oder hinter einer Ecke stehst.
- Ein Panorama pro Raum. Große oder verwinkelte Räume nimmst du lieber zwei- bis dreimal an unterschiedlichen Plätzen auf. So kann man sich darin bewegen und sieht jede Ecke.
Häufige Fehler
- Ausgebrannte Fenster. HDR war aus. Das lässt sich später kaum retten.
- Du im Spiegel. Im Bad und im Vorraum vor dem Auslösen prüfen, ob dich ein Spiegel zeigt.
- Gelbstich oder Blaustich. Der Weißabgleich wurde von Hand eingestellt. In Wohnungen mischen sich Tageslicht und Lampen, und eine feste Einstellung passt dann selten. Lass den Weißabgleich auf Automatik, die Kamera gleicht das besser aus. Kleine Farbstiche korrigierst du in REALONAUT 360 danach im Reiter „Bild verbessern“.
- Kamera zu hoch oder zu tief. Von oben wirken Räume kleiner und Möbel verzerrt. Auf Kniehöhe sieht der Rundgang aus, als ginge man durch ein Zwergendorf: Tischplatten von unten, Sofas wie Berge. Bleib bei ca. 1,50 Meter.
- Private Details im Bild. Fotos an der Wand, Post am Tisch, ein Kennzeichen vor dem Fenster. In REALONAUT 360 machst du solche Stellen im Reiter „Bild verbessern“ mit dem Pinsel unkenntlich, bevor der Rundgang online geht.
Nach der Aufnahme
Sieh dir die Fotos noch vor Ort am Handy an. Ein Raum, der fehlt oder schief ist, ist jetzt schnell nachgeholt. Später heißt das: noch einmal hinfahren.
Beim Verbinden der Räume hilft eine einfache Regel: so, wie man durch die Wohnung geht. Vom Eingang ins Vorzimmer, von dort in die Räume. Als Startpunkt eignet sich der Eingang oder der schönste Raum.
Lieber persönlich zeigen lassen?
In den bezahlten Tarifen von REALONAUT 360 gibt es eine Einschulung nach Vereinbarung: per Videocall, 30 bis 45 Minuten. Wir zeigen dir Tipps für bessere 360-Grad-Aufnahmen und die Bedienung, danach ist Zeit für deine Fragen. Zu den Tarifen