Viele denken bei gutem Webdesign an Bewegung: Animationen, Effekte, ein Video im Hintergrund. Das kann schön sein. Ob eine Website gut ist, entscheidet aber etwas anderes: Bringt sie Ihre Besucher dorthin, wo Sie sie haben wollen?
Jede Website hat eine Aufgabe
Bei den meisten Betrieben ist sie schnell benannt: Anfragen, Bestellungen, Terminbuchungen, Bewerbungen. Alles auf der Seite muss sich daran messen lassen. Ein Effekt, der niemandem den nächsten Schritt erleichtert, ist Dekoration. Und Dekoration kostet Ladezeit und Aufmerksamkeit.
Woran Sie gutes Webdesign erkennen
- In fünf Sekunden klar. Wer auf die Seite kommt, versteht sofort, was Sie anbieten und für wen.
- Der nächste Schritt ist immer sichtbar. Anrufen, Termin buchen, Anfrage schicken: Man muss nicht suchen.
- Am Smartphone genauso gut. Viele Besucher kommen mit dem Smartphone. Dort muss alles funktionieren, nicht nur am großen Bildschirm.
- Schnell, auch bei schwachem Netz. Jede Sekunde Wartezeit kostet Besucher.
- Die Sprache Ihrer Kunden. Texte, die Ihre Kunden verstehen, nicht die Fachsprache Ihrer Branche.
- Sie können selbst pflegen. Ein neuer Text oder ein neues Foto, ohne dass dabei das Layout zerbricht.
Wann Bewegung hilft und wann sie schadet
Bewegung ist gut, wenn sie etwas erklärt oder den Blick lenkt. Sie schadet, wenn sie die Seite langsam macht, am Smartphone ruckelt oder vom eigentlichen Inhalt ablenkt. Manche Menschen vertragen Bewegung am Bildschirm schlecht und stellen das in ihrem Gerät ein. Eine gute Seite respektiert das. Auf unserer eigenen Startseite bewegt sich ein Punktraster, und es steht still, sobald jemand „Bewegung reduzieren“ eingestellt hat.
Effizienz ist das bessere Maß
Die bessere Frage ist deshalb nicht „Gefällt mir die Seite?“, sondern „Was soll passieren, wenn jemand sie besucht, und passiert das?“. Die Website des Ottakringer Kirtags zum Beispiel muss vor allem eines: an einem einzigen Wochenende im Jahr den großen Ansturm aushalten. Dafür braucht sie keine Effekte, sie muss liefern.
Gutes Webdesign fällt deshalb oft gar nicht auf. Man findet, was man sucht, und tut, was man vorhatte.